Hilfreiche Reittipps für Reiten im Gelände
Raus in die Natur!
Immer nur in der Halle oder auf dem Reitplatz seine Runden drehen, ewig die gleichen Volten, Zirkel, Bahnwechsel - selbst Turnieraufgaben werden irgendwann langweilig. Und so mancher Reiter kennt nur ein Ziel: Raus in die Natur! Doch dabei muss jeder Reiter auch Regeln beachten um sich und seinen 4-beinigen Freund zu schützen. Hier ein paar Tipps...
Wiesenmahlzeit - Tipp 1
Lass dein Pferd unterwegs nicht einfach fressen, wann es will. Anfangs findet es vielleicht nicht schlimm oder sogar lustig. Aber wenn dein Pferd an jedem leckeren Grashalm anhält und selbständig Blumen pflückt, kann das nicht nur nerven, sondern auch ins Auge gehen: So manches Kraut am Wegesrand ist für Pferde hochgradig giftig. Und anders als auf der Weide wird dein Pferd beim hastigen naschen nicht unbedingt darauf auchten, was es da im Eiltempo abrupft. Am besten lasse es überhaupt nicht fressen. Wenn du eine Rast einlegst, kannst du deinem Pferd das Gebiss abnehmen und es ein bisschen Gras fressen lassen.

Jedes Pferd, das im Frühjahr auf Weidegang umgestellt wird, muss sich schrittweise erst wieder ans Gras gewöhnen. Es darf zu Anfang nicht zu viel Gras fressen, sonst kann es Durchfall, Verstopfung oder Koliken bekommen. Bevor du mit deinem Pferd ins Gelände gehst, solltest du auf alle Fälle die wichtigsten Giftpflanzen kennen.
Manche sind ziemlich klein z.B. wie Maiglöckchen, Frühlings-Adonisröschen oder Herbstzeitlose.
Spaß für Beide - Tipp 2
Reiten in der Halle oder auf dem Platz ist in der Regel Sport, das heißt Arbeit für Pferd und Reiter. Das Reiten im Gelände soll in erster Linie Spaß machen Und zwar nicht nur dem Reiter, sondern auch dem Pferd. Ein schöner Ausritt durch die Natur ist im Idealfall Erholung Belohnung für beide, nach all der Vorbereitung im Dressurviereck. Wir halten nichts davon, wenn ein Pferd im Gelände nach allen Regeln der Kunst verschnürt und verpackt ist: mit tausenderlei Hilfszügeln und Knebelwerkzeug und Fesseln im Maul, damit es sich kaum rühren kann und den Kopf schön hält. Versuch lieber, es davon zu überzeugen, dass es viel mehr Spaß mit dir haben kann, wenn es dir freiwillig gehorcht. Sei ein Freund, zu dem es Vetrauen haben kann. Dann hat es gar keinen Grund, sich dir zu widersetzen. Mit viel Zeit und Geduld kann man jedes Pferd entspannt und am langen Zügel im Gelände reiten.Wassergeister und Pfützenschreck - Tipp 3
Pferde sind nicht unbedingt wasserscheu, aber es kostet sie oft großer Überwindung, sich ins nasse Element zu begeben. Das gilt für Pfützen ebenso wie für die Durchquerung von Bächen. Denk daran: Was ein Pferd nicht kennt, ist ihm angeborenerweise unheimlich. Das ist ein Schutz-Instinkt. Dazu kommt, dass Pferde durch die seitlich am Kopf sitzenden Augen nicht so gut perspektivisch sehen könnenwie wir. Sie haben Schwierigkeiten, durch das sich brechende Licht unter die Oberfläche zu sehen und die Wassertiefe zu erkennen. Winzige Pfütze oder tiefer Fluss - es ist eine absolute Vertrauensfrage, ob sie mit dir da hindurchwaten. Sicherer fühlen sie sich allemal, wenn sie ausweichen oder drüberspringen können. Du solltest also immer mit diesen beiden Möglichkeiten rechnen. Wenn sie dafür eine Furt einmal als ungefährlich erlebt haben, speichern sie dieses Erlebnis im Gedächtnis ab - ebenso wie jede schlechte Erfahrung natürlich.
Wander- und Orientierungsreiten - Tipp 4
Wander- und Orientierungsritte sind quasi die Hohe Schule im Gelände. Es braucht viel Vorbereitung von Mensch und Pferd, Erfahrung und jede Menge reiterliches Können. Aber ein gut organisierter Ritt kann ein herrliches Abenteuer oder sportliches Vergnügen sein. Anfangs sollte man die täglichen Etappen nicht zu lang wählen und auch nur eine Übernachtung einplanen. Zehn bis zwanzig Kilometer können ganz schön lang sein, denn ihr könnt längst nicht überall traben oder galoppieren und müsst eure Kräfte über den Tag einteilen.Distanzritte - Was ist das?
Distanzritte sind eine Art Marathon zu Pferd, oft über mehr als 40 bis 60 Kilometer. Diese sportliche Disziplin findet immer mehr Anhänger. Jeder Teilnehmer erhält am Beginn eine Reitkarte, unterwegs passen Streckenposten auf. In der Pause und am Ende werden Puls und Atmung geprüft: Wer sein Pferd überanstrengt, lahm- oder wundgeritten hat, fliegt raus. Schon wenn die Puls- und Atemwerte über dem Soll liegen, gibt es Fehlerpunkte.










Urlaub in Oberösterreich
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